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Dr. Beatrice Wagner

Prostataoperation gut überstanden – aber was kommt danach?

Mann“ weiß es oder hat darüber gelesen – aber man hofft, dass es einen nicht selbst trifft.
Und dann sind sie doch da, die Probleme nach der Entfernung der Prostata.

Prostataoperation überstanden, was kommt danach? Eine medizinsiche Übersicht von Dr. Beatrice Wagner

"Wem auch immer ich erzähle, dass mir die Prostata entfernt worden ist, der bekommt einen merkwürdigen Gesichtsausdruck. Selbst den Apothekerinnen ist es peinlich, wenn ich nach Slipvorlagen frage“, erklärt Paul E., 66 Jahre. Er hat sich im letzten Jahr wegen
Krebs einer Prostataoperation unterziehen müssen. Kaum eine andere Operation greift so einschneidend in das Leben eines Mannes ein. Bei der Operation zur Prostataentfernung wird über einen Schnitt unterhalb des Bauchnabels bis hinunter zum Schambereich der Bauchraum geöffnet und die Prostata herausoperiert. Das nennt man medizinisch eine radikale suprapu-
bische Prostatektomie. Dabei wird auch der Teil der Harnröhre, der durch die Prostata verläuft, entfernt und eine neue operative Verbindung zur Harnblase geschaffen. Dadurch wird der Penis kürzer, denn er wird automatisch nach innen gezogen. Das ist übrigens meist die erste un- liebsame Überraschung nach dem Erwachen aus der Narkose.

Der Beckenboden lässt sich trainieren

Unmittelbar nach der Operation setzt auch erst einmal eine Inkontinenz ein, man kann also das Wasser nicht mehr halten. Wichtig ist es deswegen, bereits vor der Operation mit einem intensiven Beckenbodentraining zu beginnen und es dann fortzuführen. Nach einigen Wochen kann das Problem so schon behoben sein. Eine endgültige Beurteilung, ob sich die Inkontinenz wieder vollständig verliert, ist erst nach 6 bis 12 Monaten möglich.

Ein anderes kritisches Thema im Zusammenhang mit dieser Operation ist die Potenz. Vor etwa 30 Jahren wurde eine Operationsmethode entwickelt, bei der die für die Erektion verantwortlichen Nerven (Nervi cavernosi) erhalten werden. Damit werden 70 Prozent der Betroffenen nach einer Operation nicht impotent. Und genauso kann ein operierter Mann wieder einen Orgasmus bekommen. Der Mann kann allerdings nicht mehr ejakulieren, denn die Samenleiter, die von den Hoden zum Glied führen, werden durchtrennt.

Doch zuerst einmal ist nach der Operation die Erektionsfähigkeit stark gestört, weil auch Gefäße verletzt wurden. „Man ist in ja doppelter Hinsicht kein Mann mehr, man kann keine Kinder mehr zeugen und bekommt keine richtige Erektion mehr. Eine schwere Kränkung“, sagt Paul E. „Die Lust ist da, aber es gibt keine Möglichkeit sie auszuleben.“ Verständlich also, wenn manche Männer mit Depression und Verzweiflung reagieren. Besser ist es aber, aktiv zu werden: So lässt sich beispielsweise nach neuen Erkenntnissen üben, so häufig wie möglich eine Erektionzu bekommen. Dies trainiert die Schwellkörpermuskulatur. Sie muss sich bei einer Erektion zusammenziehen, die Penisvenen zusammendrücken und so das eingeflossene Blut daran hindern, wieder abzufließen. Fließt das Blut zu schnell wieder ab, wird die Erektion abgebaut und man spricht von einem „venösen Leck“. 

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(c) Dr. Beatrice Wagner

Der Artikel ist erschienen Februar 2007 in der Medical Tribune – von Ärzten für Sie. 

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