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Dr. Beatrice Wagner

"Sex tut weh"

Tabea studierte in München und kam als 24jährige zu mir in die Praxis in Schwabing. Sie hatte Angst vor Sexualität. Mit ihrem Exfreund hatte sie zwar ein paarmal geschlafen, doch hinterher ist sie sich jedes Mal „dreckig“ vorgekommen, weswegen sie die damalige Beziehung beendet hatte. Jetzt hatte sie sich wieder verliebt, in einen Kommilitonen. Und deshalb wollte sie einen neuen Versuch unternehmen, sich mit dem Thema Sex auseinanderzusetzen. 

Sexualtherapie kann helfen

Sexualtherapeutin Dr. Beatrice Wagner erklärt:  Sehr schnell kam Tabea zur Sache: In ihrer Kindheit und Jugend wurde sie regelmäßig von ihrem Vater geschlagen, missbraucht und misshandelt. Ihre Mutter war ebenfalls nicht etwa liebevoll und vertrauenserweckend, sondern ganz im Gegenteil: Sie machte sich auch einen Spaß daraus, das Kind zu quälen. Nach einem Selbstmordversuch kam Tabea in eine betreute Wohngemeinschaft. Doch die Schrecken der Vergangenheit sind immer noch präsent und sorgen dafür, dass sich Tabea weit von allem fernhielt, was sie an damals erinnern könnte. Andererseits aber wünschte sich Tabea nichts sehnlicher, als normale, schöne, unbeschwerte Sexualität mit ihrem neuen Freund. In diesem Delta zwischen Angst und Hoffnung spielte sich die Therapie ab.

Sexueller Missbrauch, bzw. Pädophilie hinterlässt bei einem Opfer vielfältige Spuren. Fast immer beispielsweise wollen Täter das Selbstbewusstsein der missbrauchten Kinder klein halten, – damit sie verschüchtert schweigen. Oft isolieren sie sie von Freunden und Freundinnen, damit sie keine Möglichkeiten zum Vergleichen haben. Auch sind die Kinder hin- und hergerissen zwischen einer Liebe, die sie zu ihren Eltern empfinden, und einer Abscheu und Angst. Doch Eltern für ihre Taten zu kritisieren, erfordert Selbstbewusstsein, das sie nicht haben. Unter anderem solche Punkte gilt es in einer Therapie aufzuarbeiten. Dies geschah im Fall von Tabea, dass sie nachträglich (mit meiner Hilfe im Sinne einer limitierten Nach-Parenterisierung) lernte, ihren Gefühlen und Urteilen wieder zu vertrauen. Zunächst einmal lernte sie, dass sie das Recht hat, hier zu sein und zu leben. Dann lernte sie, mit Verlustangst und Kritik umzugehen, ohne gleich alles in Frage zu stellen. Und zu einem späteren Zeitpunkt lernte Tabea sich noch weiter zu differenzieren: Sie lernte, dass die Sexualität, die mit einem liebevollen Partner im gegenseitigen Einvernehmen praktiziert wird, nichts mit dem zu tun hat, was ihr Vater an sexuellen Handlungen an ihr vollzogen hatte. Als sie mit dieser Einstellung erstmals mit ihrem Freund Sex hatte, war das der entscheidende Durchbruch. Fortan gelang es ihr immer häufiger und selbstbewusster, die von ihrem Vater erzeugten unbrauchbaren Denkschemata hinter sich zu lassen und sich stattdessen auf die aktuellen Herausforderungen ihres Lebens zu konzentrieren. 

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